Gemeindeingenieurwesen - Ingenieurbiologie, Renaturierung
Unsere vielfältige, faszinierende Hügel- und Berglandschaft ist während Jahrmillionen durch die Einwirkung riesiger Naturkräfte entstanden. Auch heute ist man vor den Auswirkungen von Naturereignissen nicht sicher. Nicht selten mit grossen Schäden.

- oben: Bachverbau mit Weidenstecklingen, links frisch erstellt, rechts nach 2 Monaten
Unsere Vorfahren verstanden es, Gefahrengebiete zu meiden. Viel Wissen ging seither verloren. Letztlich führte aber auch der Siedlungsdruck zu unvernünftigen Projekten.
Nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen werden heute in einem Naturgefahrenkataster gefährdete Gebiete ausgeschieden und freigehalten. Trotzdem sind bestehende Infrastrukturbauten wie Strassen und Werksleitungen auch in schwierigen Lagen zu sichern.
Harte Verbauungen haben nicht nur ökologische Nachteilen, sondern sind auch sehr kostspielig. Häufig lassen sich mit ingenieurbiologischen Massnahmen, Lebendverbauung, Trockenmauern und Berücksichtigung der Geländestruktur zweckmässige und kostengünstige Lösungen realisieren. Auch in Zukunft werden Hangsicherungen immer wieder erforderlich sein. Dabei sind gute geologische und hydrologische Kenntnisse notwendig.
In jüngerer Zeit werden eingedolte Bachläufe renaturiert. Gewichtige ökologische Vorteile für Fauna und Flora lassen sich dabei gleichzeitig mit der Realisierung eines Bachprofiles für einen möglichst schadlosen Hochwasserabfluss kombinieren.
