3D-Geoportal: Neue Werkzeuge für verdichtetes Bauen

07.11.2017

Die Wachstumsprognosen vieler Gemeinden deuten auf einen weiter steigenden Wohnraumbedarf hin. Um die Zersiedelung zu stoppen, sind die bestehenden Siedlungsflächen besser zu nutzen.

Das Bundesamt für Statistik rechnet bis 2045 mit einem Anstieg der Schweizer Wohnbevölkerung auf 10,2 Millionen Personen. Gleichzeitig hält der Trend zu immer grösseren Wohnflächen pro Person an. Das revidierte Raumplanungsgesetz fordert eine Siedlungsentwicklung in erster Linie innerhalb bereits bestehender Bauzonen. Städte und Ortschaften müssen sich darum vermehrt nach innen entwickeln.

Verdichtungspotenziale erkennen

Verdichtetes Bauen in Städten und Gemeinden bedingt Anpassungen der entsprechenden Baureglemente. Optimale Mindest- und Höchstwerte der Grundmasse für die Regelbauweise und die geltenden Zonenvorschriften lassen mögliche Verdichtungspotentiale erkennen. Die neuen Analysewerkzeuge im 3D-Geoportal zeigen diese massgeschneidert auf der Basis intelligenter 3D-Gebäude auf. Die ermittelten Gebäudeparameter und Nutzungsziffern entsprechen dabei der interkantonalen Vereinbarung zur Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB).

Das 3D-Geoportal mit seinen neuen Planungswerkzeugen unterstützt die Gemeinden, ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Zwischenverdichtung nachzukommen. Mögliche Bauvolumen bzw. die Varianz bestehender Gebäudehöhen ermöglichen neue Ortsplan-Konzepte. Daraus lassen sich im Kontext der bestehenden Bebauung direkt im intelligenten 3D-Modell Planungsentwürfe erarbeiten.

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