3D-Geoportal: Neue Werkzeuge für verdichtetes Bauen

06.04.2018

Die Wachstumsprognosen vieler Gemeinden deuten auf einen weiter steigenden Wohnraumbedarf hin. Um die Zersiedelung zu stoppen, sind bestehende Siedlungsflächen besser zu nutzen.

Das Bundesamt für Statistik rechnet bis 2045 mit einem Anstieg der Schweizer Wohnbevölkerung auf 10,2 Millionen Personen. Gleichzeitig hält der Trend zu mehr Wohnfläche pro Person an. Das revidierte Raumplanungsgesetz fordert eine Siedlungsentwicklung in erster Linie innerhalb der bereits bestehender Bauzonen. Städte und Ortschaften müssen sich darum vermehrt nach innen entwickeln.

Verdichtungspotenziale erkennen

Verdichtetes Bauen bedingt das Anpassen der entsprechenden Baureglemente. Insbesondere in den Gemeinden wächst das Bedürfnis, die Vorgaben der Regelbauweise und die geltenden Zonenvorschriften auf mögliche Verdichtungspotentiale zu untersuchen und zu bewerten. Insbesondere bei sich abzeichnenden Umnutzungen von Grundstücken unterstützt das 3D-Geoportal mit seinen neuen Planungswerkzeugen Gemeinden dabei, ihren gesetzlichen Verpflichtungen zur inneren Verdichtung nachzukommen.

Die Analysewerkzeuge im 3D-Geoportal zeigen die Verdichtungspotenziale auf der Basis intelligenter 3D-Gebäude auf. Die ermittelten Parameter und Nutzungsziffern entsprechen dabei der interkantonalen Vereinbarung zur Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB).

Neues Werkzeug der Raumplanung

Das 3D-Geoportal ermöglicht heute das Abschätzen möglicher Bauvolumen und bietet sich an als neues Werkzeug in der Raumplanung. So lassen sich Konzepte der Ortsplanung und die daraus entstehenden Entwürfe im Kontext des Baubestands in einem intelligenten 3D-Modell erarbeiten und beurteilen.

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