Digitale Transformation: von linken und rechten Hirnhälften

17.11.2017

Am diesjährigen GEOINFO-Kundenanlass sprach der ehemalige IBM-Manager Prof. Dr. Gunter Dueck zur Digitalisierung und ihren Konsequenzen für unseren Arbeitsalltag.

Zum 11. Mal fand am 15. November im Congress Hotel Einstein in St.Gallen der jährliche Kundenanlass der GEOINFO statt. Rund 120 Teilnehmende aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung folgten dem Referat von Prof. Dr. Gunter Dueck, einem ehemaligen IBM-Manager und Autor weltanschaulich-philosopischer Sachbücher.

Unsere Gesellschaft und insbesondere die Arbeitswelt befindet sich mitten in einer digitalen Transformation, so Dueck. Es sei aber für uns Menschen gar nicht so einfach, althergebrachte Gewohnheiten abzulegen und sich auf Neues einzulassen. Und dies trotz der vielen neuen technischen Möglichkeiten, die unser Leben verändern und vereinfachen könnten.

«Shift happens»

In unserer zunehmend digitalisierten Welt verlieren alte Wissensmuster, Denkformen und Denknormen an Bedeutung. In jedem Beruf werden einfache Routinearbeiten immer mehr an den Computer delegiert. Das betrifft alle Berufsbilder, von den Mitarbeitenden an der Kasse bis zu Ärztinnen und Ärtzten.

Unsere heutige Bildungslandschaft ist auf eine normierte Wissensvermittlung eingespurt, die unsere linke Hirnseite anspricht. In Zukunft werden wir aber vermehrt Fähigkeiten der rechten Hirnhälfte benötigen. Und damit Intuition, Emotion und Kreativität. Der individuellen, handverlesenen Vielfalt kommt immer mehr Bedeutung zu als dem monokulturellen Einheitswissen. Die Arbeitswelt und unser Leben wird in Zukunft weniger vom Verstand, sondern mehr von der Intuition und dem Instinkt getrieben.

Die digitale Transformation führt weg vom klassischen Management hin zu mehr Leadership, so Prof. Dr. Dueck. 

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