Neues Angebot: 3D-Strassenbilder für Gemeinden

15.11.2016

Ende Juni und Mitte September präsentierte die GEOINFO zusammen mit ihrem Partner iNovitas in Buchs bzw. Herisau das gemeinsam entwickelte Angebot von 3D-Strassenbildern im Geoportal. Diese neue Dienstleistung unterstützt Gemeinden bei der Bewältigung ihrer Aufgaben.

Viele Gemeindeaufgaben setzen detaillierte Kenntnisse der Situation vor Ort voraus. Dazu zählen etwa die Beurteilung von Baugesuchen oder das Planen von Massnahmen bei der Instandhaltung von Strassen. Begehungen vor Ort sind jedoch aufwändig. Hier kommt das neue Angebot der 3D-Strassenbilder zum Einsatz.

Den Strassenraum digitalisieren

Eine erste Gemeinde entschied sich zur kompletten Digitalisierung ihres Strassenraums. Dieser umfasst ca. 80 km Gemeinde- sowie Kantonsstrassen. Die georeferenzierten Bilddaten aus Stereomessbildkameras ergänzt um die Aufnahmen einer Panoramakamera werden in das Geoportal integriert. Die Bilddaten ermöglichen Messungen im Zentimeterbereich. Die Gemeinde aktualisiert alle zwei Jahre Änderungen im Strassenraum. Alle vier Jahre wird der gesamte Strassenraum neu befahren und der Bilddatenbestand somit komplett ersetzt.

'Begehungen' am Bildschirm
Dank der neuen 3D-Strassenbilder lassen sich nun viele Verwaltungsaufgaben von den Bildschirmarbeitsplätzen aus erledigen: Aufwändige und gelegentlich auch nicht ganz ungefährliche Begehungen oder das Absperren von Strassen entfallen. Auch finanziell ist das neue Angebot interessant: Virtuelle Besichtigungen sind weitaus kostengünstiger als real vor Ort.

Weitere Gemeinden folgen

Weitere Gemeinden haben Interesse am neuen Angebot. Im nächsten Jahr wird in gegen einem Dutzend Gemeinden der Ostschweiz der Strassenraum digitalisiert. Darin enthalten sind neben den hochaufgelösten Panoramaaufnahmen die Georeferenzierung der Bilddaten, das Anonymisieren von Personen und Fahrzeugen sowie die Integration der Aufnahmen im Geoportal.

Vor Ort sein, ohne dort zu sein: Die Digitalisierung des Strassenraums bringt vielfältige neue Möglichkeiten. Die erste Gemeinde wird diese schon bald im täglichen Arbeitsalltag nutzen können.

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