Waldkirch setzt auf 3D-Geodaten in der Raumplanung

23.05.2018

Die St.Galler Gemeinde Waldkirch setzt bei der Weiterentwicklung des Richtplans auf neuste Technologien und bezieht die Bevölkerung mit einem 3D-Modell im Gemeinde GIS in die Diskussion ein.

Bits statt Gips: Bisher vermochten Holz- oder Gipsmodelle ein Bauvorhaben am besten zu erklären. Doch diese sind teuer und unflexibel. Häufig bestehen mehrere Varianten, die im Rahmen des Planungsprozesses aus identischen Perspektiven im Kontext der umliegenden Bebauung gegeneinander abzuwägen sind.

Die 3D-Technik erlaubt es, mit wenigen Klicks eigene Modelle in webbasierte 3D-Karten einzufügen. Virtuelle 3D-Modelle lassen sich so fast im Handumdrehen in unterschiedlichen Varianten erstellen, diskutieren, bewerten und anpassen. Was für einzelne Bauprojekte gilt, gilt auch für die Weiterentwicklung ganzer Richt- und Zonenpläne.

Gemeinde Waldkirch als Pionierin

Waldkirch will nun auf der Basis eines 3D-Modells im Gemeinde GIS die Auswirkungen des neuen Richtplans auf den Zonenplan und das Baureglement der Gemeinde zeigen: Wie gross müssen zukünftig Bauabstände sein, wo kann gemäss angepasstem Zonenplan noch wie hoch gebaut werden?

Die Digitalisierung und Virtualisierung geht in Waldkirch einen grossen Schritt weiter. Sie öffnet neue Möglichkeiten, die Bevölkerung zu informieren und transparent in Entscheidungsprozesse einzubinden. In Zukunft sollen in Waldkirch auch Bauprojekte in der virtuellen 3D-Gemeinde abgebildet werden. Damit beginnt die 3D-Technik, sich auch in Bewilligungsverfahren durchzusetzen.

Beitrag St.Galler Tagblatt 23. Mai 2018 (pdf) 

Informationen Gemeinde Waldkirch 

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